WELTMEISTER

Bericht Offenburger Tageblatt: Mission erfüllt! Der Weltmeister-Titel war das erklärte Ziel der deutschen Faustball-Nationalmannschaft um den Offenburger Oliver Späth – und dieses Ziel hat der Titelverteidiger am Samstagabend in Winterthur/Schweiz mit einem 4:0 (11:4, 11:4, 11:9, 11:5)-Erfolg vor rund 6000 Zuschauern im Finale gegen Herausforderer Österreich auf beeindruckende Art und Weise erreicht.

»Das ist einfach geil, ich bin überglücklich. Der WM-Titel ist das Größte im Faustball. Jetzt habe ich alles gewonnen, was man gewinnen kann«, war Oliver Späth am Sonntagnachmittag nach seiner Rückkehr in die Ortenau noch immer völlig aus dem Häuschen. Da störte es den angehenden Lehrer am Clara-Schumann-Gymnasium Lahr auch nicht, dass die Weltmeister nach einer rauschenden Partynacht mit nur zwei Stunden Schlaf am Vormittag aus dem Hotel »geworfen« wurden: »Wir haben ordentlich gefeiert, zunächst im Stadion dann bei einem gemeinsamen Essen mit dem Team, im Festzelt auf dem WM-Gelände und schließlich in einer Bar in der Stadt.«

Absolute Krönung

Für Späth, der auf Vereinsebene vor seiner Zeit beim FBC Offenburg bereits mehrere deutsche Meistertitel und Weltpokal-Erfolge mit dem TSV Pfungstadt feiern konnte und mit der Nationalmannschaft bereits Europameister und Sieger der World Games wurde, ist dieser Erfolg die absolute Krönung. »Wir wurden unserer Favoritenrolle gerecht und haben im gesamten Turnierverlauf nur einen einzigen Satz abgegeben«, erklärt der 28-jährige Abwehrspieler. »Dabei waren wir nicht in allen Spielen mit unserer Leistung zufrieden«, spricht Späth trotz der drei Siege in den Gruppenspielen gegen Argentinien (3:0), Italien (3:0) und Österreich (3:1) sowie des 3:0 im Überkreuzduell mit den USA von einem holprigen Start.

"Annähernd perfekt"

»Wir haben aber rechtzeitig zu den entscheidenden Spielen die nötigen Prozente draufgepackt«, sprach der Ortenauer beim 3:0 gegen Brasilien im Viertelfinale, dem 3:0 gegen Gastgeber Schweiz im Halbfinale und vor allem beim 4:0 im Endspiel gegen Österreich von einer »überragenden Spielweise« seines Teams: »Österreich hat zu viele Fehler gemacht. Aber wir haben auch wie in einer eigenen Liga gespielt.« Das sah auch Bundestrainer Olaf Neuenfeld nicht anders: »Dieses Finale war annähernd perfekt.«

Fans aus der Heimat

Beeindruckt war der Bundesliga-Akteur des FBC Offenburg von der Kulisse im Fußballstadion des FC Winterthur. »Gegen die Schweiz hatten wir 5000 Zuschauer gegen uns, und beim Finale waren gut 6000 Leute da. Diese Größenordnung kennt man im Faustball nicht«, so Späth, der in vier der sieben Begegnungen zum Einsatz kam und sich über einige Offenburger Faustball-Größen unter den Fans besonders freute: »Stefan Konprecht, Rolf Heisch, Bernd Konprecht senior und Werner Morstadt haben mich unterstützt und spezielle Trikots anfertigen lassen.« 

Die Unterstützung hat geholfen, so hat Offenburg erstmals seit den 1970er-Jahren wieder einen Faustball-Weltmeister.

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