2 Heimsiege lassen wieder hoffen!

2 Heimsiege lassen wieder hoffen!

Die Offenburger Bundesliga Faustballer gewinnen am vergangenen Wochenende zwei völlig verrückte Heimspiele jeweils mit 5:4. Am Samstag bezwangen sie den TV Schweinfurt-Oberndorf mit 11:9, 12:10, 11:7, 11:8, 1:11, 7:11, 6:11, 7:11, 11:5. Einen Tag später war der Spielverlauf komplett entgegengesetzt. Dieses Mal behielten sie wiederum im Entscheidungssatz beim 11:13, 9:11, 6:11, 7:11, 14:12, 11:7, 11:8, 11:8, 11:6 den kühleren Kopf.

Die Offenburger starteten konzentriert in die Partie am Samstag und profitierten in der Anfangsphase neben der eigenen Stabilität auch von einigen ungewohnten Eigenfehlern der Gäste aus Oberndorf. Über 6:2 zogen die Hausherren auf 10:7 davon und entschieden danach den Durchgang für sich.

Nach dem ersten Seitenwechsel begegneten sich beide Teams erstmals auf Augenhöhe. Zunächst konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Erst beim Stande von 10:8 konnte sich der FBC einen kleinen Vorsprung erspielen, den die Oberndorfer zum 10:10 konterten. Zwei weitere Punkte brachten den nächsten Satzgewinn für den FBC.

In Spielabschnitt gelang den Gastgebern mit 7:0 ein Start nach Maß. Diesen Vorsprung ließen sich die Offenburger zur Freude der rund 100 Zuschauer, die den Weg an diesem regnerischen Nachmittag ins Männerbad-Stadion fanden, nicht mehr nehmen. Mit einer beruhigenden 3:0-Satzführung ging es in die erste Pause.

Im Anschluss verschliefen sie zunächst den weiteren Verlauf der Begegnung und lagen zwischenzeitlich mit 2:5 zurück. Mit einem Zwischenspurt drehten sie den bisherigen Verlauf und führten danach mit 7:5. Nun war es wiederum die Oberndorfer, die mit drei Punkten in Folge sich die erneute Führung erarbeiteten. Danach ließ der FBC aber keinen Punkt mehr zu. Die Hausherren gewannen den vierten Satz in Folge und sahen bereits wie der sichere Sieger aus.

Mit dieser Situation konnte die Mannschaft allerdings nicht umgehen. Ohne, dass in dieser Partie irgendetwas Zählbares eingefahren werden konnte, fiel die Anspannung in allen Mannschaftsteilen fast völlig ab. Im Angriff bauten die Hausherren keinen Druck mehr auf und in der Defensive kamen die Spieler nicht einmal in die Nähe der gegnerischen Angriffe. Die logische Konsequenz war die eindeutige 11:1-Satzanschluss der Gäste.

Auch danach taten sich die Hausherren sehr schwer. Sie benötigten einen weiteren Satz, um sich von diesem Leistungseinbruch zu erholen. Allerdings hatte in dieser Phase der TV Oberndorf zu seiner spielerischen Klasse gefunden und stellte die Offenburger oft vor unlösbare Aufgaben. Die Hausherren hielten zwar kämpferisch dagegen, verfügten dabei aber nicht mehr über die spielerischen Mittel. So holten die Oberndorfer Satz für Satz auf und erzwangen den Entscheidungssatz.

Hier lief es dann plötzlich wieder besser für die Offenburger. Bei 6:1 wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Auch danach blieben die Gastgeber die spielbestimmende Mannschaft und schrammten nach dem letzten Satzgewinn knapp an einer Blamage durch.

Am Sonntag waren die ersten beiden Spielabschnitte sehr umkämpft und ausgeglichen. Die Hausherren ließen hierbei allerdings die Souveränität vom Vortag vermissen. In der Defensive wurden viel zu selten die druckvollen Rosenheimer Angriffe aufgenommen, so dass ein eigener Spielaufbau fast nie zu Stande kam. Die beiden knappen Satzverluste führten zu einem Knick im Offenburger Spiel. Die nächsten beiden Durchgänge gingen deutlich an die bayrischen Gäste, da der FBC viel zu harmlos agierte.

Mit dem Rücken zur Wand ging plötzlich ein Ruck durch das Team, dass, im Vergleich zu den vorangegangen Spielabschnitten einer Leistungsexplosion glich. Die Hausherren kämpften urplötzlich wieder nach jedem Platz und wurden für ihren Einsatz mit einem knappen Spielverlauf und nach dem 7:9 Rückstand beim 10:9 mit dem ersten Satzball belohnt. Die Rosenheimer versuchten mit einem weiteren Satzgewinn das Spiel für sich zu entscheiden und hatten beim 11:10 den ersten Matchball für sich. Die Offenburger wehrten diesen nervenstark ab. Mit drei weiteren Punkten war der erste Satzgewinn eingetütet.

Dies gab die Initialzündung für eine außergewöhnliche Aufholjagd. Wie am Vortag der TV Schweinfurt Oberndorf waren es nun die Gastgeber, die Satz für Satz aufholten und nach dem 4:4-Ausgleich den Entscheidungssatz erzwangen.

Nach ausgeglichenem Start setzten setzten sich die Offenburger Punkt um Punkt ab und zogen auf 9:3 davon. Am Ende folgte der 11:6 Satzgewinn und somit der zwischenzeitlich nicht mehr für möglichgehaltene Spielgewinn.

„Der Sieg am Samstag hat sich nach dem Verlauf wie eine Niederlage angefühlt. Ich glaube, das steckte uns auch zu Beginn des Spiels gegen Rosenheim in den Knochen. Nach dem 0:4-Rückstand haben wir dann aber auch eine tolle Moral bewiesen und die Begegnung sensationell gedreht. Punktetechnisch bleiben wir jetzt noch der einzige Verfolger des Spitzentrios. Allerdings haben wir mit Blick auf des Satzverhältnisses dieses Wochenende keine großen Pluspunkte erspielt“, freut sich Abwehrspieler Mark Borho mit einem lachenden und einem weinenden Auge über das erfolgreiche Doppelheimspielwochende im Männerbad-Stadion.

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